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älteres Paar lächelt sich an

Quartiersmanagement

Zur Entwicklung alter(n)sgerechter Rahmenbedingungen in den Quartieren einer Kommune existieren vielerorts Stellen des Quartiersmanagements, wobei deren Funktionen, Umsetzungsweisen und Finanzierungsformen sehr heterogen sind. So kann das Quartiersmanagement etwa bei der kommunalen Verwaltung, bei einem Stadtteilbüro, bei einer Wohnungsbaugesellschaft oder bei einer Institution der Altenarbeit angesiedelt sein. Gemeinsam ist den verschiedenen Stellen von Quartiersmanagement, dass sie einen Beitrag zur Stadt(teil)entwicklung oder zur Entwicklung von ländlichen Regionen leisten sollen und hierfür vor Ort sowohl mit professionellen Akteur_innen als auch mit Bürger_innen und Schlüsselpersonen zusammenarbeiten. Im Fokus von Quartiersmanagement stehen häufig auch so genannte benachteiligte Stadtteile oder Regionen, die auf der städtebaulichen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen oder sozialen Ebene besondere Förder- und Entwicklungsbedarfe aufweisen.

Der Begriff des Quartiersmanagements bezieht sich hier auf ein Handlungsfeld, kann aber ebenso als ein methodischer Ansatz verstanden werden, der dann auch im Verhältnis zu – teils analog verwendeten – Begriffen wie Gemeinwesenarbeit, Stadtteilarbeit oder Sozialraumarbeit bzw. -orientierung kritisch zu reflektieren ist, weil es nicht lediglich um ein 'Management von Quartieren', sondern um die partizpativ gestaltete Verbesserung der Lebensbedingungen von älteren und alten Menschen in ihrem Quartier bzw. Sozialraum gehen sollte. 

Quartiersmanagement im Kontext der Altenarbeit hat das übergeordnete Ziel, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe im Alter durch entsprechende Strukturen und Maßnahmen im Quartier zu fördern. Inhaltlich kann es dabei beispielsweise um die Entwicklung und Förderung von barrierefreien bzw. -armen Wohnumgebungen, wohnortnahen gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungs- und Unterstützungsangeboten ebenso wie um niedrigschwellige soziale Infrastrukturen wie Nachbarschaftshilfen, soziale Dienste, Beratungs- und Anlaufstellen gehen. Ebenso typisch sind dabei Projekte und Aktivitäten, die gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort im öffentlichen Raum durchgeführt werden und etwa Begegnungen fördern oder für altersspezifische Lebenslagen sensibilisieren sollen.

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Buchcover

Andrea Schiff, Hans-Ulrich Dallmann: Ethik in der Pflege. UTB (Stuttgart) 2021. 238 Seiten. ISBN 978-3-8252-5587-9.
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