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älteres Paar lächelt sich an

Tages-/ Nachtpflegeeinrichtungen

  • Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 haben Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist (§ 41 SGB XI. Zuletzt geändert durch Art. 4 G v. 17.7.2017 I 2581). Die teilstationäre Pflege umfasst auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tagespflege oder der Nachtpflege und zurück.
  • Tagespflegeeinrichtungen dienen der Versorgung betreuungsbedürftiger älterer Menschen, die an den Abenden und an den Wochenenden von Angehörigen oder Bekannten versorgt werden, tagsüber aber nicht allein in der Wohnung verbleiben können. Sie bilden das Zwischenglied zwischen häuslicher Pflege (z.T. ergänzt durch ambulante Dienste) und der "Vollversorgung" im Heim. Die besondere Bedeutung dieses Angebotes liegt darin, dass die eigene Wohnung und die vertraute Umgebung einschließlich der gewachsenen sozialen Beziehungen aufrechterhalten werden können und parallel dazu die notwendigen Pflege- und Betreuungsleistungen durch qualifiziertes Personal in geeigneten Einrichtungen erbracht werden. Zuvorderst geht es um aktivierende Pflege, ebenso um Kontakte zu Gleichaltrigen und Anregungen zur Tagesgestaltung sowie um soziale Betreuung und Möglichkeiten der Kommunikation, teilweise auch um die Rehabilitation alter Menschen durch entsprechende pflegerische und medizinisch- therapeutische Rehabilitationsangebote oder durch soziale Beratung und Betreuung. Pflegende Angehörige werden tagsüber entlastet. Manchmal sind Tagesstätten Altenheimen angegliedert, teilweise aber auch selbständig entstanden. Den alten Menschen ist es freigestellt, an wie vielen Tagen pro Woche sie kommen möchten.
  • Nachtpflegeeinrichtungen (§ 42 SGB XI) sind Einrichtungen, die Pflegebedürftige während der Nachtzeit betreuen, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn diese zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist.

Aktuelle Rezension

Buchcover

Andrea Schiff, Hans-Ulrich Dallmann: Ethik in der Pflege. UTB (Stuttgart) 2021. 238 Seiten. ISBN 978-3-8252-5587-9.
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